Geschichte der Schatzkiste

seit 2003

 

Die Mitarbeiter des Schatzkisten-Teams waren mehrere Jahre in der Kontakt-, Beratungs- und Übernachtungsstelle „uferlos“ am Emerich-Ambros-Ufer in Dresden tätig.

„uferlos“ arbeitete als Einrichtung des VSP.

Von 1995 bis Juni 2002 war „uferlos“ Anlaufstelle für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 27 Jahren. Diese befanden sich in akuten oder manifesten Krisensituationen, z.B. Obdachlosigkeit, Straffälligkeit, Gewalt- und/oder Missbrauchserfahrungen, Arbeitslosigkeit, Schulverweigerung, fehlende Existenzsicherung. Durch die Tätigkeit in der Kontakt-, Beratungs- und Übernachtungsstelle wurden wir mit einer Vielzahl junger Menschen konfrontiert, denen aufgrund fehlender Schul- bzw. Ausbildungsabschlüsse keine langfristige Integration in Ausbildung und/oder Arbeit möglich ist.

Aus dieser Erkenntnis heraus entstand die Konzeption einer „WERKEstatt“ für junge Erwachsene von 17 bis 25, die als niedrigschwelliges Arbeitsangebot einen (Wieder-) Einstieg in Ausbildung und/oder Arbeit ermöglichen soll. Bei unserer Suche nach einem geeigneten Objekt für die „WERKEstatt“ entstanden Kontakte zum Stadtplanungsamt Dresden (STPA) und zum Büro für Umweltplanung und Stadtentwicklung (B.U.S.).

Das STPA fördert im Rahmen des Stadtteilentwicklungsprojektes Weißeritz, welches durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziert wird, verschiedenste Vorhaben im Stadtteil Löbtau/Friedrichstadt. Ziel ist die Verbesserung des Wohn- und Arbeitsumfeldes. Dabei entstand der Gedanke der Schaffung eines Bürgertreffs als Anlaufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger in Verbindung mit der „WERKEstatt“ als Dienstleistungseinrichtung für den Stadtteil. Nach mehrmonatigen Bemühungen wurde deutlich, dass ein geeignetes Objekt für beide Vorhaben unter einem Dach nicht gefunden werden konnte. Deshalb entschlossen sich STPA, B.U.S. und VSP, zunächst den "Bürgertreff" einzurichten.

Das zweite - und ursprüngliche- Teilprojekt „WERKEstatt“ konnte trotz langwieriger Bemühungen auf Grund fehlender finanzieller Rahmenbedingungen für die Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen nicht umgesetzt werden und wurde September 2004 eingestellt.

Von Oktober 2003 bis Juni 2006 entwickelte sich der "Bürgertreff" als sozialer Integrationsfaktor im städtischen Teilraum Dresden-Altona. Zusammen mit den Bürgern des Viertels, den Partnern in der Stadtverwaltung und unserem Träger VSP konnte Ende 2005 die drastisch eingeschränkte Fortführung der Kinder-, Jugend- und Sozialarbeit nach dem Auslaufen der Förderung durch die "Aktion Mensch" ab dem 01.07.2006 gesichert werden.

Die Landeshauptstadt Dresden initiierte im veränderten Fördergebiet Dresden-Friedrichstadt eine zweite EFRE-Förderphase für den Zeitraum 2007 bis 2013. Ausgehend von den Erfahrungen aus dem ersten Förderzeitraum, dass intensive Stadtteilarbeit zur Inszenierung des Sozialen auch eine ausreichende Untersetzung mit Personalkapazitäten bedarf, entwarfen wir in enger Zusammenarbeit mit dem SPA neue Projektfelder und konnten von März 2010 bis April 2013 mit einer halben Personalstelle die unter EFRE beschriebenen Aufgabenfelder erfüllen. Die zusätzlichen Sachmittel erweiterten die materiell-technische Basis für die Entwicklung von Selbsthilfepotenzialen und  Initiativen, von denen zwei (Fotofreunde und Laientheatergruppe "Die Bürgertreffer")  inzwischen völlig eigenständig agieren, erheblich.

Bis Ende 2012  leistete das Team des "Bürgertreffs" Präventionsarbeit in der Fallvermeidung, seither offene Kinder- und Jugendarbeit und Hilfen zur Erziehung.

Seit Oktober 2017 wird unsere Tätigkeit durch Angebote der Familienbildung ergänzt. Aufgrund der Erweiterung des Leistungsspektrums fand am 01.03.2018 die offizielle Umbenennungsfeier zur Schatzkiste statt.

Die niedrigschwelligen Angebote der Schatzkiste sollen präventiv wirken. Durch die Kombination verschiedener Leistungen der Kinder-und Jugendhilfe gelingt es, Mütter, Väter, andere Sorgeberechtigte und junge Menschen in verschiedenen Lebenslagen individuell und bedarfsgerecht zu beraten, zu begleiten und zu vernetzen.

 

 

Kontakt

Schatzkiste
Behringstraße 34
01159 Dresden
Tel.: 0351-4222577

schatzkiste@vsp-dresden.de


Haltestelle

Cottaer Strasse -> Straßenbahnlinien 6,2
S-Bahn Haltepunkt Freiberger Strasse ->S1 und  S2
 

 

Mitarbeiter*innen:

Katja Holweg
Diplom-Pädagogin

Tino Boden
Diplom-Sozialpädagoge/Sozialarbeiter (FH)

Anne Knauthe
Sonder- und Integrationspädagogin (M.A.)

Öffnungszeiten

Montag
14:00 bis 18:00 Uhr
offen für alle


Dienstag
Termine nach Vereinbarung


Mittwoch
14:00 bis 18:00
Basteln und Spielen für Kinder
(internetfreie Zeit!!!)


Donnerstag
14:00 bis 18:00 Uhr
offen für alle


Freitag
Termine nach Vereinbarung

Helfen sie mit!
Unser Spendenkonto:

Bank für Sozialwirtschaft
IBAN:
DE74 8502 0500 0003 5435 02
BIC:
BFSWDE33DRE

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